Generation Stress: Zur Ruhe kommen: Warum du dafür keine Meditation brauchst | Teil 3
Shownotes
Du weißt eigentlich, dass du runterkommen müsstest. Nur wie?
In dieser Folge geht es genau darum: Die kleinen, alltagstauglichen Tools, mit denen dein Nervensystem wieder lernt, sich sicher zu fühlen.
Echte Regulation beginnt nicht mit großen Routinen oder langen Meditationen. Sie beginnt mit kleinen Momenten von Sicherheit, im Alltag, nicht perfekt, sondern wiederholbar. Nach der Theorie aus Teil 1 und 2 geht es jetzt in die Praxis.
Worum geht es in dieser Folge?
- Die Atemübung, die dein System in zwei Minuten beruhigt
- Wie du dich mit Orientierung aus dem Gedankenkreisen holst
- Warum Berührung schneller wirkt als jeder Gedanke
- Die Wand-Übung, die dir sofort Halt gibt
- Warum Rhythmus und dein Nervensystem stärken
- Wie Kinder über Ko-Regulation wirklich zur Ruhe kommen
Hinweis: Die in dieser Folge besprochenen Übungen zur Selbstregulation sind allgemeine Anregungen und ersetzen keine ärztliche oder therapeutische Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden oder Vorerkrankungen bitte einen Arzt, Heilpraktiker oder qualifizierten Therapeuten hinzuziehen.
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Carmen Döscher - Physiotherapie & Gesundheitszentrum Atlastherapie, Atlasbehandlung uvm. Physiotherapie & Heilpraktiker E-Mail: info@physiotherapie-doescher.de | Telefon: 03874 3202565 Mehr Infos auf www.physiotherapie-doescher.de Instagram: carmen.doescher
Kapitel: 00:00:00 Von der Theorie in die Praxis 00:02:35 Ausatmen als Reset-Knopf fürs Nervensystem 00:03:19 Warum Orientierung im Moment so wirksam ist 00:04:01 Berührung & Halt: Was der Körper wirklich braucht 00:05:13 Rhythmus statt Kontrolle im Alltag 00:06:26 Was Kinder zur Regulation brauchen 00:08:13 Wenn der innere Kritiker wieder auftaucht 00:08:43 Dein Nervensystem ist nicht kaputt
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00:00:00: Heute kommen wir in Teil drei der Folge Regulation Nervensystem, ja?
00:00:05: In die praktische Umsetzung.
00:00:06: Ich möchte euch natürlich auch Tools mit an die Hand geben.
00:00:09: wie könnt ihr ganz konkret im Alltag ganz easy euer Nerven-System regulieren das es wieder Sicherheit erfährt und auch Halt?
00:00:21: Im Teil eins haben wir über Cortisol gesprochen, über die Auswirkungen oder möglichen Auswirkungen eines dysregulierten Nervsystemes.
00:00:29: Teil zwei war da noch mal so ein bisschen tiefergehend auch in Auswirkung, auch in Bezug auf Kinder und Jugendliche.
00:00:35: ganz wichtig – heute geht es in die Praxis!
00:00:39: Viel Spaß bei dieser Folge!
00:00:41: Mein Name ist Carmen, ich bin seit über dreißig Jahren Therapeuten im Gesundheitswesen.
00:00:46: Sagt man das so?
00:00:47: Ja, kann man so sagen.
00:00:50: Und mir ist es wirklich sehr wichtig.
00:00:53: diese drei Folgen liegen lagen wir sehr am Herzen weil das wirklich ein wichtiger Faktor für körperliche aber auch mentale Gesundheit.
00:01:05: also viel Spaß beim Zuhören los geht's!
00:01:15: Wir zeigen dir überraschende Alternativen.
00:01:19: Viel Spaß bei dieser Folge!
00:01:25: Herzlich willkommen auf dem Kanal Mythos Gesundheit, mit dieser Folge gehen wir jetzt mal in die Umsetzung.
00:01:31: Teil eins und zwei war Theorie, jetzt kommt Praxis.
00:01:35: Echte Regulation beginnt nämlich nicht mit großen Routinen oder langen Meditationen oder noch mehr zusätzlichen Druck, den wir uns auferlegen.
00:01:43: Sie beginnt mit kleinen Momenten in denen das Nervensystem Sicherheit erfährt.
00:01:49: Nicht irgendwann sondern – und das ist mir wichtig im Alltag!
00:01:53: Und auch nicht perfekt, sondern wiederholbar.
00:01:57: Die entscheidende Frage was du noch tun solltest, sondern was dein Körper gerade braucht.
00:02:05: Kannst du das in diesem Moment überhaupt wahrnehmen und dir die Frage stellen, was brauche ich?
00:02:11: Regulation wirkt über den Körper nicht Übererklärungen.
00:02:15: Du musst dein Nervensystem nicht beweisen dass immer alles gut ist!
00:02:19: Du musst ihm zeigen, dass es sicher is.
00:02:22: Und Sicherheit entsteht durch langsame Reize Durch Vorhersieberkeit Und durch das Gefühl von Halt, ganz wichtig.
00:02:32: Wann hat dein Körper zuletzt echten Halt gespürt?
00:02:36: Ein sehr einfaches und wirkungsvolles Tool und das haben immer dabei ist bewusste Verlängerung der Ausatmung.
00:02:45: Einatmungen, das solltest du wissen aktiviert ausatmen dagegen beruhigt und wenn du vier Sekunden einatmest Mal kurz ein Stopp machst und sechs bis acht Sekunden ausatmen, sendest du ein klares Signal an dein Nervensystem das keine unmittelbare Gefahr besteht.
00:03:05: Zwei bis drei Minuten reichen oft um so die erste akute innere Spannung spürbar zu senken.
00:03:11: Du kannst es natürlich so oft machen wie du möchtest aber wie oft ertappst du dich flach zu atmen ohne das überhaupt zu merken?
00:03:20: Ein weiteres grundlegendes Werkzeug ist Orientierung.
00:03:23: Wenn das Nervensystem unter Stress steht, verliert es den Kontakt zum Hier und Jetzt.
00:03:29: Dann fangen die Gedanken an zu kreisen und der Körper bleibt in permanente Anspannung.
00:03:35: Orientierung hingegen bedeutet bewusst wahrzunehmen wo du gerade bist.
00:03:40: Du kannst dich langsam umsehen Und einfach mal fünf Dinge benennen, die du grade siehst oder auch drei Geräusche wahrnehmen Oder ganz ganz einfach den Kontakt deiner Füße zum Boden spüren.
00:03:54: Was nimmst du gerade wahr, während du jetzt hier gerade zuhörst?
00:03:58: Auch Berührung wirkt regulierend – eine Hand auf dem Brustkorb
00:04:02: z.B.,
00:04:03: oder auf dem Bauch!
00:04:05: Oder aber wie so.
00:04:07: ne liebevolle Selbstumarmung an den Oberarmen kann deinem Körper Sicherheit vermitteln.
00:04:14: Langsam ohne Druck.
00:04:16: der Körper reagiert oft schneller auf diese Signale als Unser Verstand.
00:04:22: Erinnerst du dich daran, wie sich Berührung im Körper anfühlt?
00:04:27: Eine besonders einfache und oft unterschätzte Übung – ich mag die ganz gerne!
00:04:32: ist das Stehen mit dem Rücken an einer Wand.
00:04:34: Du stellst Dich für ein paar Minuten mit dem gesamten Rücken auf die Wand Deine Füße etwa hüftbreit auseinander und lässt einfach mal das Gewicht deines Körpers bewusst nach hinten gegen die Wand sinken.
00:04:47: Die Wand übernimmt Halt Dein Nervensystem erfährt Begrenzung, Stabilität und aber auch Unterstützung.
00:04:55: Viele spüren dabei wie die innere Spannung langsam nachlässt nicht weil sie etwas tun sondern weil sie gehalten werden.
00:05:05: Kannst du zulassen dich für einen Moment anlehnen zu dürfen?
00:05:09: Dich fallen zu lassen?
00:05:11: Ein weiterer wichtiger Aspekt ist Rhythmus.
00:05:14: Feste Zeiten führt zum Beispiel Aufstehen Essen Pausen Aber auch ganz wichtig, Schlaf.
00:05:21: Geben deinem Nervensystem.
00:05:22: vorhersehbarkeit Nicht Kontrolle sondern Struktur.
00:05:27: Ein überlastetes System braucht oft mehr Rhythmus nicht mehr Flexibilität.
00:05:33: Ja wie konstant ist denn dein Alltag wirklich?
00:05:37: Ebenso entscheidend ist Reizreduktionen!
00:05:40: Nicht jede freie Minute mit Input füllen.
00:05:43: kein permanentes Multitasking stille.
00:05:46: Tatsächlich wirkt auf viele zunächst unangenehm, weil sie die innere Unruhe spürbar macht.
00:05:53: Doch genau dort beginnt Regulation.
00:05:56: Hältst du es aus nichts zu tun ohne dich sofort abzulenken?
00:06:00: Handy, Fernseher... Irgendwas machen!
00:06:04: Wer kennt's nicht oder?
00:06:06: Regulation bedeutet auch Erwartung an dich selbst zu senken.
00:06:10: Nicht alles muss effizient produktiv oder sinnvoll sein.
00:06:14: Langsamkeit ist kein Rückschritt sondern ein Signal von Sicherheit.
00:06:19: Erlaubst du dir, Dinge ohne inneren Druck zu tun oder ist im Hinterkopf noch eine ellenlange To-Do Liste?
00:06:27: Für Kinder und Jugendliche gilt übrigens das gleiche – oft noch deutlicher!
00:06:31: Sie regulieren sich nicht über Erklärung, sondern tatsächlich ganz, ganz oft über Co-Regulation.
00:06:38: Ruhige Erwachsene, verlässliche Strukturen klare Übergänge und emotionale Präsenz.
00:06:45: Das ist so entscheidend für Kinder weniger Korrektur sondern mehr Halt weniger Worte mehr Dasein.
00:06:53: oft versuchen wir Verhalten zu verändern ohne das Nervensystem zu beruhigen.
00:06:58: Ja Jugendliche brauchen auch Räume Räumen in denen sie nichts leisten müssen Schlafrhythmus Bewegung ohne Leistungsdruck Rückzug ohne Bewertung.
00:07:10: Das sind keine Extras, sondern tatsächlich gerade für Kinder und Jugendliche Grundlagen.
00:07:17: Haben junge Menschen heute überhaupt noch irgendwelche Orte an denen sie einfach nur sein dürfen?
00:07:22: Schule Elternhaus immer wird irgendwas erwartet.
00:07:26: Regulation ist kein linearer Prozess.
00:07:28: es geht nicht darum sich ständig ruhig zu fühlen.
00:07:31: Es geht darum schneller wieder in die Ruhe zurückzufinden.
00:07:36: Jeder kleine Moment von Sicherheit zählt da schon, auch egal wenn er noch so kurz ist.
00:07:42: Auch wenn er vielleicht dir unspektakulär erscheint erwartest du von dir viel zu schnell Veränderung.
00:07:49: bist du ungeduldig?
00:07:51: ja und wenn der innere Kritiker auftaucht ist das oft ein Zeichen von Überforderung.
00:07:56: statt den dann zu bekämpfen oder zu analysieren hilft es zuerst den Körper zu beruhigen.
00:08:03: Erst danach wird der innere Ton leiser.
00:08:06: Was würde sich verändern, wenn du Stress nicht mehr als sagen wir mal persönliches Versagen bewertest?
00:08:14: Regulation bedeutet nicht das Probleme einfach so verschwinden.
00:08:18: Sie bedeutet dass du ihn aus einem stabilen oder sagen wir einmal stabileren Zustand begegnest.
00:08:26: Entscheidungen werden dann klarer Emotionen handhabbarer und du hast Viel mehr Energie zur Verfügung.
00:08:34: Nicht weil du dich angestrengt hast, sondern weil dein Nervensystem nicht mehr im Daueralarm ist.
00:08:40: Zum Abschluss ist mir ein Gedanke besonders wichtig.
00:08:44: Dein Nervensystem ist nicht kaputt!
00:08:47: Es hat sich im Laufe der Zeit angepasst – es hat gelernt, dich zu schützen.
00:08:53: Regulationen sind kein weiteres Projekt auf deiner Liste der To-dos.
00:08:58: Sie ist ein Prozess des ich sag mal Wieder erinnern's.
00:09:04: Ein Zurückfinden zu deiner Sicherheit, Halt und auch deine inneren Stabilität.
00:09:10: Du darfst dich anlehnen du darfst auch langsamer werden und du darf darauf vertrauen dass dein Körper weiß wie Regulation funktioniert wenn du ihm den Raum dafür gibst.
00:09:25: Und ich wünsch mir so sehr das ganz viele für sich diesen Raum wieder öffnen.
00:09:35: Und diese drei Folgen, die ich jetzt gedreht habe über die Regulation des Nervensystems liegen mir tatsächlich sehr am Herzen weil sie sind Basis für unsere Mentale aber auch dann letzten Endes für unser körperliche Gesundheit.
00:09:53: Probiert das mal aus!
00:09:54: Es sind ganz simple Dinge, die du ohne viel Tamtam in deinen Alltag integrieren kannst Und schreib mir gerne mal, wie es dir geht.
00:10:05: Wie ist dir vielleicht auch mit der einen oder anderen Übung sage ich jetzt mal so?
00:10:10: Oder dem ein oder anderen Tool was ich gerade genannt habe geht?
00:10:15: Ich würde mich freuen und wenn du jemanden hast, der dieses Video für sich nutzen darf dann teil das gerne.
00:10:22: In diesem Sinne wünsche ich dir eine schöne Zeit.
00:10:25: Bis zum nächsten Mal von Herzen Bewusst in den Bauch und lange ausatmen, deine Kamen.
00:10:38: Das war Mythos Gesundheit – dein Blick hinter die Kulissen!
00:10:43: Bis zum nächsten Mal und denkt daran es gibt mehr Wege zur Gesundheit als man uns wahrmachen
00:10:50: will.
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